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Ein Haus lässt sich selten in einem Zug sanieren. Meistens wird über Jahre in Etappen gearbeitet – und genau da entstehen die teuren Fehler: Die neue Heizung wird auf den unsanierten Zustand ausgelegt und ist nach der Dämmung zu groß. Die Fassade wird gedämmt, bevor die Fenster getauscht sind, und muss danach wieder geöffnet werden.

Der individuelle Sanierungsfahrplan verhindert das. Er zeigt für Ihr konkretes Gebäude, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, was jede Etappe kostet, was sie einspart und wie viel Förderung dafür abrufbar ist. Sie bekommen ein Dokument, mit dem Sie über Jahre planen können – und das den Wert Ihrer Immobilie belegbar macht.

Der iSFP ist ein bundesweit standardisiertes Format. Er darf nur von Energieeffizienz-Experten erstellt werden, die in der Expertenliste für Förderprogramme des Bundes geführt sind.

Für wen sich das eignet

  • Eigentümerinnen und Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die schrittweise sanieren wollen
  • Eigentümergemeinschaften von Mehrfamilienhäusern, die eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage brauchen
  • Käuferinnen und Käufer, die vor dem Notartermin wissen wollen, was auf sie zukommt
  • Alle, die den iSFP-Bonus auf spätere Einzelmaßnahmen mitnehmen wollen
  • Erbengemeinschaften, die den Sanierungsstau eines geerbten Hauses bewerten müssen

Förderung des Sanierungsfahrplans

Die Erstellung des iSFP wird über das BAFA-Programm „Energieberatung für Wohngebäude“ bezuschusst. Gefördert wird ein Teil der förderfähigen Beratungskosten. Der Zuschuss ist nach oben gedeckelt, und zwar gestaffelt nach Gebäudegröße: ein niedrigerer Höchstbetrag für Ein- und Zweifamilienhäuser, ein höherer für Wohngebäude ab drei Wohneinheiten.

Den eigentlichen Hebel entfaltet der iSFP aber später. Jede Einzelmaßnahme, die Sie aus dem Fahrplan heraus umsetzen, erhält zusätzlich den iSFP-Bonus – und die förderfähigen Höchstkosten für Maßnahmen an der Gebäudehülle steigen deutlich. Bei einer Fassadendämmung oder einem Fenstertausch macht das schnell einen vierstelligen Betrag aus.

Der Bonus gilt mehrere Jahre lang für alle Maßnahmen aus dem Fahrplan. Der iSFP rechnet sich damit in der Regel schon bei der ersten umgesetzten Maßnahme.

  • Zuschuss auf das Beraterhonorar über die BAFA-Förderung „Energieberatung für Wohngebäude“
  • Höchstbetrag gestaffelt nach Ein-/Zweifamilienhaus und Mehrfamilienhaus ab drei Wohneinheiten
  • iSFP-Bonus auf jede später umgesetzte Einzelmaßnahme
  • Verdoppelung der förderfähigen Höchstkosten bei Maßnahmen an der Gebäudehülle
  • Ich stelle den Förderantrag für Sie und rechne den Zuschuss direkt mit ab

Angaben zu Förderhöhen: Stand September 2026. Förderprogramme ändern sich häufig – die für Ihr Vorhaben gültigen Sätze prüfe ich zum Zeitpunkt Ihrer Anfrage.

Was Sie von mir bekommen

  • Vor-Ort-Aufnahme des Gebäudes inklusive Bauteilaufbauten, Anlagentechnik und Schwachstellen
  • Energetische Bilanzierung des Ist-Zustands nach den Vorgaben des iSFP-Verfahrens
  • Maßnahmenpakete mit Reihenfolge, geschätzten Kosten, Einsparung und CO₂-Effekt
  • Darstellung beider Sanierungswege: Schritt für Schritt oder Gesamtsanierung in einem Zug
  • Der offizielle iSFP-Bericht mit „Mein Sanierungsfahrplan“-Umsetzungshilfe für die Handwerkerkommunikation
  • Abschlussgespräch, in dem wir den Fahrplan gemeinsam durchgehen

Was ich von Ihnen brauche

  • Grundrisse und Schnitte, idealerweise als Bauzeichnung
  • Baujahr sowie Art und Zeitpunkt bereits durchgeführter Sanierungen
  • Heizkostenabrechnungen oder Verbrauchsdaten der letzten drei Jahre
  • Zugang zu allen Räumen, zum Dachboden, zum Keller und zur Heizungsanlage für den Ortstermin
  • Bei Eigentümergemeinschaften: eine Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis

Ablauf im Einzelnen

1

Erstgespräch und Förderantrag

Wir klären den Umfang, ich stelle den BAFA-Antrag für die Beratungsförderung. Erst nach der Zusage beginnt die eigentliche Arbeit.

2

Ortstermin

Ich nehme das Gebäude vollständig auf: Bauteile, Anlagentechnik, Lüftungssituation, Wärmebrücken und Feuchteschäden. Sie sind dabei und können direkt Fragen stellen.

3

Bilanzierung

Ich rechne den Ist-Zustand durch und entwickle daraus Maßnahmenpakete. Dabei prüfe ich jede Variante auf bauphysikalische Verträglichkeit – Dämmen ohne Lüftungskonzept geht schief.

4

Fahrplan

Sie erhalten den iSFP-Bericht mit Reihenfolge, Kosten, Einsparung und Förderhöhe je Etappe – in der offiziellen, bundesweit einheitlichen Darstellung.

5

Besprechung

Wir gehen den Fahrplan gemeinsam durch. Danach wissen Sie, womit Sie anfangen und was Sie sich für später aufheben.

Häufige Fragen zu dieser Leistung

Nein. Der iSFP ist eine Empfehlung, keine Verpflichtung. Sie entscheiden bei jeder Etappe neu, ob und wann Sie sie angehen. Auch wenn Sie nur eine einzige Maßnahme umsetzen, greift der iSFP-Bonus.

Der Bonus gilt mehrere Jahre ab Erstellung des Fahrplans. Die genaue Frist ergibt sich aus der jeweils gültigen BEG-Richtlinie – ich nenne sie Ihnen im Abschlussgespräch verbindlich für Ihren Fall.

Nein. Der Energieausweis ist ein Pflichtdokument bei Verkauf oder Vermietung und beschreibt den Ist-Zustand. Der iSFP ist ein Planungsinstrument und beschreibt den Weg zum Zielzustand. Auf Wunsch erstelle ich den Energieausweis zusätzlich.

Ja, und es ist oft besonders sinnvoll: Der iSFP liefert eine neutrale Entscheidungsgrundlage für die Eigentümerversammlung und nimmt der Diskussion die Bauchgefühl-Ebene.